General-Povilas-Plechavičius-Kadettenschule

Die General-Povilas-Plechavičius-Kadettenschule ist eine allgemeinbildende Mittelschule mit besonderem Bildungsschwerpunkt Militär und Sport in Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens. Die Kadettenanstalt befindet sich im Stadtteil Eiguliai. Nach zwölf Klassen und Abitur bekommen die jungen Kadetten das Reifezeugnis. Manche gehen anschließend an die General Jonas-Žemaitis-Militärakademie oder Divisionsgeneral-Stasys-Raštikis-Militärschule.
1994 wurde die Schule des jungen Soldaten (Jaunojo kario mokykla) in der Abteilung Kaunas von Viešojo saugumo tarnyba am Innenministerium Litauens errichtet. Am 25. Mai 2005 registrierte man die öffentliche Anstalt „Lūšiukai“ (VšĮ Jaunojo kario mokykla „Lūšiukai“). Diese Schule wurde vom Innenministerium und der Stadtgemeinde Kaunas errichtet. Seit dem 4. März 2009 trägt die Schule den Namen des Generals Povilas Plechavičius (1890–1973), des Leiters des Generalstabs Litauens. Am 20. März 2012 wurde die Einrichtung der nicht formalen Bildung zur Schule der Allgemeinbildung.

Gersdorf an der Feistritz

Gersdorf an der Feistritz ist eine Gemeinde mit 1679 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) in der Steiermark. Seit 2015 ist sie Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit der Gemeinde Oberrettenbach zusammengeschlossen, die neue Gemeinde führt den Namen „Gersdorf an der Feistritz“ weiter.

Gersdorf an der Feistritz liegt im Bezirk Weiz im österreichischen Bundesland Steiermark und umfasst eine Fläche von 30,7 km².
Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015):
Die Gemeinde besteht aus vier Katastralgemeinden (Fläche 2015):
Bürgermeister ist Erich Prem (ÖVP).
Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2015 wie folgt zusammen:
Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Jänner 1985. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit.
Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 2015. Die Blasonierung lautet:
Der Ger (Dreizack) verweist auf den Fischreichtum der Feistritz, der Zweig mit den goldenen Äpfeln zeugt vom Fleiß der Gemeindebürger im Obstbau.
Der Name Gersdorf setzt sich aus dem Wort Ger und Dorf zusammen.
und weitere
Albersdorf-Prebuch • Anger • Birkfeld • Fischbach • Fladnitz an der Teichalm • Floing • Gasen • Gersdorf an der Feistritz • Gleisdorf • Gutenberg-Stenzengreith • Hofstätten an der Raab • Ilztal • Ludersdorf-Wilfersdorf • Markt Hartmannsdorf • Miesenbach bei Birkfeld • Mitterdorf an der Raab • Mortantsch • Naas • Passail • Pischelsdorf am Kulm • Puch bei Weiz • Ratten • Rettenegg • St. Kathrein am Hauenstein • Sankt Kathrein am Offenegg • St. Margarethen an der Raab • Sankt Ruprecht an der Raab • Sinabelkirchen • Strallegg • Thannhausen • Weiz
Anger • Ebersdorf • Floing • Gersdorf an der Feistritz • Greinbach • Großsteinbach • Hartberg • Hartberg Umgebung • Hartl • Ilztal • Kaindorf • Pischelsdorf am Kulm • Pöllau • Pöllauberg • Puch bei Weiz • Stubenberg
Ehemalige Gemeinden: Baierdorf bei Anger • Blaindorf • Dienersdorf • Feistritz bei Anger • Großhart • Hirnsdorf • Hofkirchen bei Hartberg • Kaibing • Kulm bei Weiz • Oberrettenbach • Pischelsdorf in der Steiermark • Preßguts • Rabenwald • Reichendorf • Saifen-Boden • Sankt Johann bei Herberstein • Schönegg bei Pöllau • Siegersdorf bei Herberstein • Sonnhofen • Tiefenbach bei Kaindorf

Mary Alice McWhinnie

Mary Alice McWhinnie (* 10. August 1922 in Illinois; † 17. März 1980 in Downers Grove) war eine US-amerikanische Biologin und Professorin an der DePaul University. Sie gehörte zu den Pionierinnen der US-amerikanischen Antarktisforschung. Als erste Amerikanerin befuhr sie 1962 auf einem Forschungsschiff den Antarktischen Ozean. 1974 leitete sie die wissenschaftliche Abteilung der McMurdo-Station. Sie war eine international anerkannte Expertin für Antarktischen Krill.

Mary Alice McWhinnie wurde am 10. August 1922 als viertes von sechs Kindern des Ehepaares David Anthony McWhinnie, Sr. und Ruth Margaret Bran McWhinnie in Illinois geboren.
Ab 1946 war McWhinnie an der DePaul University tätig, von 1966 bis 1968 übernahm sie dort die Leitung der biologischen Fakultät. 1952 promovierte sie an der Northwestern University zu dem Thema The Effect of Colchicine on Reconstitutional Development in Dugesia Dorotocephala.
1962 wählte die National Science Foundation McWhinnie als erste Frau für das United States Antarctic Program aus. Sie trat eine zweimonatige Forschungsreise auf der USNS Eltanin an, einem Frachter der U.S. Navy, der als Forschungsschiff auf dem Antarktischen Ozean operierte. Dort erforschte sie wirbellose Meerestiere. In den folgenden zehn Jahren nahm sie an weiteren Expeditionen teil, wobei sie 1972 das wissenschaftliche Team auf der Eltanin leitete. Lange Zeit blieb ihr jedoch die Forschung auf antarktischem Boden verwehrt.
1971 und 1972 besuchte sie schließlich die McMurdo-Station und im Januar 1974 wurde sie dessen wissenschaftliche Leiterin. Gemeinsam mit ihrer Assistentin, der Biologin und Nonne Mary Odile Cahoon, verbrachte sie den antarktischen Winter auf der Station.
Von 1975 bis 1976 war McWhinnie in der Palmer-Station tätig. Sie erforschte dort die Biochemie und den Metabolismus von Antarktischem Krill. Sie wurde zur international anerkannten Expertin auf diesem Gebiet. Insgesamt unternahm sie elf Forschungsreisen in die Antarktis, die letzte 1978, häufig in Begleitung ihrer Studenten.
1977 leitete sie die erste ausführliche US-amerikanische Studie über Krill.
Im September 1979 erkrankte McWhinnie schwer und verstarb im März des folgenden Jahres in Downers Grove.
Das Advisory Committee on Antarctic Names gab 1976 einem Berggipfel im Viktorialand ihr zu Ehren den Namen McWhinnie Peak.
1980 wurde auf der Palmer-Station das Mary Alice McWhinnie Biology Center nach ihr benannt. Ebenso erhielt ein Labor auf der McMurdo-Station ihren Namen.

Scipion Dupleix

Scipion Dupleix (* 1569 in Condom; † Mai 1661 ebenda) war ein französischer Philosoph, Historiker und Romanist.

Dupleix gehörte zum intellektuellen Umkreis von Margarete von Valois. 1605 ging er mit ihr nach Paris und wurde Erzieher von Antoine de Bourbon, comte de Moret (1607–1632). 1619 ernannte ihn Ludwig XIII. zum offiziellen Historiker Frankreichs. Er war Mitarbeiter von Richelieu.
Dupleix‘ philosophische Lehrbücher wurden vielfach aufgelegt und Ende des 20. Jahrhunderts neu herausgegeben. Seine historischen Werke, vor allem die zeitgeschichtlichen, waren teilweise umstritten.
In der Romanistik ist Dupleix bekannt als „remarqueur“, d. h. als Teilnehmer einer Diskussion über die Remarques sur la langue françoise (1647) von Claude Favre de Vaugelas. Sein Beitrag ist das umfangreiche Buch Liberté de la langue française dans sa pureté et Discussion des Remarques du sieur de Vaugelas sur la mesme langue (1651). Im Vorwort erklärt er, dass er als 80-jähriger Philosoph und Historiker die Befassung mit den „bagatelles de grammaire“ eigentlich für unter seiner Gelehrtenwürde hält. Nach Lektüre von Vaugelas engagiert er sich jedoch gegen dessen restriktiven Purismus und für mehr Freiheit im Sprachgebrauch. Er verteidigt vor allem viele brauchbare alte Wörter. Vaugelas‘ usage-Begriff hält er für falsch, ebenso wie seine Orientierung am Sprachgebrauch des Hofes. Das Buch von Dupleix besteht aus drei Teilen, einer theoretischen Einführung, einem Wörterbuch aller von ihm kritisch kommentierten Vaugelas-Bemerkungen, sowie einem Wiederabdruck von Bemerkungen, denen er zustimmt.